"Trauer geht über den Tellerrand"


Trauern bedeutet auf einen Verlust zu reagieren. Und ausgegangen wird immer davon, dass es sich dabei um eine verlorene Person handelt. Wenn wir uns aber das Wort „Trauer“ anschauen, kann auch das Wort „Traurigkeit“ abgeleitet werden.


Sind wir also nur traurig, wenn es um den Verlust einer Person geht? Nein!


Denn traurig ist man doch auch, wenn das Haustier gestorben ist und abgesehen vom Tod, gibt es noch andere Trauermomente. Diese sind z.B. Scheidung, Umzug, Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit, finanzieller Abstieg oder das Ende einer Freundschaft.

Denn auch dort fühlen wir Unbehagen, weinen, uns ist schlecht und wir trauern.


Die Allgemeinheit, der Mensch bzw. unsere Gesellschaft beliebäugelt diese Art von Trauer aber meistens mit Unverständnis, schließlich sei es ja nun halb so schlimm sein Haustier zu verlieren und an allem Anderen ist derjenige wahrscheinlich selbst schuld und kann was dagegen ändern.

Natürlich sind die meisten Leute einfach noch nie betroffen gewesen, es ist auch keinem zu wünschen. Dementsprechend fehlt der Bezug aber auch die Weitsichtigkeit. Und die muss ich nicht nur haben, wenn ich selbst einen Verlust erlebt habe. Jedoch trifft genau das zu, was absolut schade ist.


Man solle sich nicht so haben, ist die Aussage der Gesellschaft.


Doch was diese Antiphatie in dem trauernden Menschen auslösen kann ist mehr als noch trauriger über die Mitmenschen zu sein. Denn Gefühle, die nicht ausgesprochen werden können, die nicht geteilt und verstanden werden. Genau diese Gefühle kehren in sich. Sammeln sich!


Wie soll man diese Traurigkeit lösen, wenn sie keine Anerkennung bekommt?


Wie soll der nächste Verlust verarbeitet werden?


Wie soll positive Kraft entwickelt werden, um den Verlust in neue Perspektiven zu wandeln?


Es ist wichtig, der Familie oder den Freunden, generell aber auch den Mitmenschen, genau den selben Halt zu geben als wäre eine Person gegangen. Denn wie schon oben beschrieben, bleibt Trauer über einen Verlust, egal welcher Art, die gleiche Trauer. Nur unterscheiden sie sich in Intensivität und Dauer.


Hört zu, nehmt es ernst! Geht darauf ein, helft!


Denn traurig bleibt traurig!

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